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Vermeintliche Notlösung erweist sich als Glückstreffer

Montag, 20.Juni 2011

08.06.2011 - WIESBADEN / Von Manfred Schelbert / Quelle: Wiesbadener Kurier

NACHGEFRAGT
Trotz des Aufstiegs der Nerotaler Hockeyherren sitzt mit dem Niederländer Jeroen Wijnmalen künftig aber ein Neuer auf der Trainerbank

Markus Schröder ist zufrieden. Mit sich und der Welt im Nerotal im Allgemeinen. Warum auch nicht, schließlich haben die Hockey-Herren des Wiesbadener THC mit dem 4:3 gegen den VfL Marburg die vorzeitige Meisterschaft in der Oberliga und damit die Rückkehr in die 2. Regionalliga perfekt gemacht. Und auch für die Oberliga-Damen des WTHC sieht es nicht schlecht aus. Die Nerotalerinnen haben zumindest schon einmal die Relegationsrunde zum Aufstieg in die 2. Regionalliga erreicht, spielen dort in zwei Wochen gegen die TG Worms um den Aufstieg.

Erfolge über Erfolge also - da kann Markus Schröder als Hockey-Abteilungsleiter natürlich zufrieden sein. Doch mit dem Aufstieg der Männer soll das Ende der Fahnenstange bei den Nerotalern noch nicht erreicht sein. „Selbstverständlich wird das Ziel sein, die neue Klasse zu erhalten“, verdeutlicht Simon Schmidt-Nentwig, der in dieser Feldsaison gemeinsam mit Tobias Wuttke auf der Trainerbank der WTHC-Herren saß. Was zunächst eher den Status einer Notlösung hatte, entpuppte sich nun als absoluter Glückstreffer. Hier der Taktik-Verfechter Tobias Wuttke, erfahren aus zahlreichen Bundesligaspielen mit dem Rüsselsheimer RK, dort der Motivator Simon Schmidt-Nentwig, nach einer schweren Knieverletzung als Spieler außer Gefecht, dafür aber als Trainer gefeiert.

Eine Konstellation, die gepaart mit starken Nachwuchsspielern, die vehement in die erste Mannschaft drängten, zur Erfolgsnummer wurde. „Die Integration der Jugendlichen hat hervorragend funktioniert“, freut sich Schmidt-Nentwig. Doch es war und ist nicht nur der jugendliche Elan allein, der den WTHC auf die Erfolgsleiter brachte und auch in der 2. Regionalliga zünden soll. „Die Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern hat uns so weit gebracht“, glaubt Schröder.

Doch reicht das aus, um in der neuen Klasse bestehen zu können? Zumindest was den Trainerposten anbelangt, hat man im Nerotal nun Nägel mit Köpfen gemacht. Da Tobias Wuttke weiter in Rüsselsheim in der Bundesliga spielen wird und auch Simon Schmidt-Nentwig wieder selbst zum Schläger greifen möchte, musste ein Neuer her. Fündig wurden die Nerotaler bei ihrer Suche im Nachbarland Holland. Jeroen Wijnmalen wird ab 1. Juli neuer hauptamtlicher Chef-Coach beim WTHC und wird auch das Herren-Team betreuen. Wijn-malen ist 31 Jahre alt, kommt aus Groningen und ist schon über zehn Jahre Trainer. „Er wird uns im Verein sicher weiterbringen, nochmals für frischen Wind sorgen“, ist sich Schröder sich, die richtige Wahl getroffen zu haben.

Das Damen-Team, so sieht es derzeit aus, wird derweil wohl weiter von Moritz Köhler trainiert werden. Auch hier trug die Integration von acht jugendlichen Spielerinnen in die Mannschaft Früchte. „Gepaart mit einigen erfahrenen Spielerinnen war das wohl unser Erfolgsrezept“, resümiert Köhler nach Ablauf der regulären Saison, die mit zwei erfolgreichen Relegationsspielen gegen die TG Worms am 18. und 19. Juni gekrönt werden soll. Dann wäre Marcus Schröder erst recht die Zufriedenheit in Person.

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